Museumsverein und Ortsmuseum Turbenthal

Unser Verein mit über hundert geschichtsbegeisterten Mitgliedern setzt sich seit 1988 dafür ein, Kulturgüter aus dem Tösstal und ganz besonders aus Turbenthal zu erhalten.

Ein engagiertes, neunköpfiges Vorstandsteam, unterstützt von einer Museumsfacharbeiterin und einem Historiker nimmt sich der Lokalgeschichte an und bewahrt sie in Form von Objekten, Ausstellungen und Schriften.

Der Museumsverein Turbenthal plant für den Herbst 2023 den Betrieb eines Schaudepots, als Kompetenzzentrum für Objekte aus der Region. Hier werden über 3000 Objekte des Vereins sachgerecht gelagert. Kooperationen mit benachbarten Kulturinstitutionen und Gemeinden finden regelmässig statt, Vermittlungsangebote und der vermehrte Einbezug der Bevölkerung sind im Entstehen.

Ausstellung Singen im Tösstal
Ausstellung «Singen im Tösstal», die wir zusammen mit dem Ortsmuseum Wila durchgeführt haben – im Bild der Ausstellungstag im Chileträff.

Im Ortsmuseum, dem «Stiefelhaus», zeigen wir saisonale Ausstellungen zu lokalhistorischen Themen, die meist vom Vorstand erarbeitet oder in Zusammenarbeit mit dem Ortsmuseum Wila erstellt werden. Diese sind von Frühjahr bis Herbst einmal monatlich geöffnet.

Das denkmalgeschützte Stiefelhaus (Riegelhaus links), in dessen Ökonomieteil sich das Ortsmuseum befindet (Bildmitte, teils verdeckt). Der Schopf rechts dient uns als Lager.

Zusätzlich stellen wir dem lokalen Kunst- und Kulturschaffen an vielbeachteten Öffnungstagen das Ortsmuseum als Plattform zur Verfügung und organisieren den jährlichen Sommer-Flohmarkt in Turbenthal.

Ausstellung im Ortsmuseum Turbenthal
Ausstellungen im Stiefelhaus, aber auch Ortsführungen finden im Sommer einmal monatlich statt. Zusätzlich organisieren wir jeweils den beliebten Sommer-Flohmarkt in Turbenthal.

Jahresrückblicke

Traditionell verfasst der Präsident, evtl. zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied einen Rückblick auf das vergangene Jahr und lässt darin Höhepunkte aber auch Rückschläge Revue passieren.

Damit werden die vereinseigene Geschichte und deren Kontinuität dokumentiert.

2022

Endlich, nach langer Zeit können und dürfen wir uns wieder frei bewegen. Nach drei Jahren mit diversen Einschränkungen ist normales Leben wieder möglich.

In aufgeräumten , Licht und Luftdurchfluteten Räumen konnten wir die erste Ausstellung im April mit dem Ballonfahrer Roman Hugi eröffnen. Im gleichen Zeitraum zeigte Fritz Fuhrmann anhand von Fotos die Entwicklung im Schaudepot Risi auf. Im oberen Teil des Stiefelhauses hatte Renate Gutknecht ihre Jahresausstellung ins beste Licht gerückt.

Welch grosses Interesse am Dorfrundgang in Hutzikon. Christian Meier und Fritz Fuhrmann führten eine grosse Schar Leute unter kundiger Führung durch das Dorf. Ein sehr gelungener Anlass. Kurz zuvor hatte die Reformierte Kirchgemeinde die Anneli Geschichte aus dem Buch von Olga Meyer mit einem Rundgang durch das ganze Dorf Turbenthal-Hutzikon gemacht und das Mithilfe einiger Vorstandsmitglieder von Museumsvereines.

Im Juni stellte Johannes Brunner Bilder aus. Ein eher ruhiger Sonntag.

Peter Andrist hatte im Juli sichtlich Freude, als er seine Biografie in Form des Buches Heiter bis Wolkig vorstellte.

Filigrane Arbeiten aus Holderstauden, wie beispielsweise ein Drache, der so aussah, als wenn er fliegen könnte, das war die Ausstellung von Beat Meier und Charlotte Kirchhoff, welche schöne Bilder zeigte.

Lieber Petrus: Gell, in diesem Jahr am Flohmaärt ganz einfach schönes Wetter! Wir hatten zum ersten Mal den Flohmäärt auf dem Gemeindehausolatz und beim Sticki Kaffee Platz. Die Infrastruktur war optimal, auch hatten wir über 30 Standbetreiber, nur eben das Wetter, es hat immer wieder geregnet.

Die Septemberausstellung unter dem Titel: Erholung im Tösstal in Zusammenarbeit mit dem Ortsmuseum Wila fand grosses Interesse. Gemeinderätin Cornelia Oelschlegel eröffnete mit prägnanten Worten die Vernissage.

Ein riesiger Wunsch geht für uns alle in Erfüllung: Der Mietvertrag für 25 Räume im Zivilschutzraum Risi ist unterzeichnet! 640m2 für unser Schaudepot, und 260m2 für ein regionales Depot. Die Giesserei Wolfensberger aus Bauma belegt 60m2 für ihre Sachen aus der Firmenauflösung. Vielen Dank an die Standortförderung ZüriOberland in Bauma, die uns einen Begleitbrief, mit der Bitte der Dringlichkeit des Anliegens, an unsere Gemeinde geschrieben hat. Vielen Dank unserem Gemeinderat, welcher den Mietvertrag bewilligt hat.

Im Oktober war die Mostete angesagt. Wir haben alles gut vorbereitet, als uns der Elektromotor einen Streich spielte, Fritz als gelernter Elektriker brachte dieses Ding nicht mehr zum laufen. Dann hiess es: dieses Jahr kein Süssmost. Das hat mir keine Ruhe gelassen, nach mehreren Telefonaten mit Bauern aus dem Neubrünnlertal wurde ich fündig bei Fredel Gibel. Er brachte mit seinem Traktor einen uralten, aber funktionstüchtigen Elektromotor. An dieser Stelle: Danke Fredel! In der Zwischenzeit hatten sehr viele Leute Apfel mit dem Messer zerkleinert und diese mit der Presse zu Süssmost gepresst. Nach Steckerschwierigkeiten brachten wir die Obstmühle zum laufen. Das Mostobst bekamen wir von der edlen Spenderin Anna Maria Kurzen. Vielen herzlichen Dank liebe Anna Maria.

Am Mittwoch, 30. November traf sich der ganze Vorstand im Schaudepot Risi um zusammen einen Tag lang zu arbeiten. Wir haben sehr viel erreicht, Wünsche von Anne Carolin wurden umgesetzt und verwirklicht. Es herrschte eine Superstimmung, Sofort aufgefallen sind die durch Fritz Fuhrmann sauber gestrichenen Räume. Dahinter steckt eine enorme Arbeit. Danke Fritz.

Nachdem wir den Vorstandsausflug zweimal verschieben mussten, trafen wir uns mit Partnerinnen und Partnern im Heubode ob Wila zu einem sehr gediegenen Nachtessen. Es tut gut, einmal einfach zusammenzusitzen und Gespräche führen zu können.

Ein herzliches Dankeschön dem Vorstand unseres Museumsverein für die über- aus gute Zusammenarbeit . Der Gemeinde Turbenthal für die Gratisbenützung vom Schaudepot. Unserer Museumsfachfrau Anne Caroline Liechti für ihre wertvolle Arbeit im Schaudepot und ihre monatlichen Arbeitsberichte, 36xl Den Vorstandskolleginnen und Kollegen für die Geduld, wenn die Sitzungen manchmal ein bisschen länger dauerten.

Ein Wichtiges Datum: Am 23. September haben wir Tag der offenen Museumstüre im Schaudepot Risi. Ich freue mich ganz fest auf diesen Anlass. Kommen sie Vorbei und staunen Sie!

Ich komme zum Schluss und möchte allen Danke sagen, die in irgendeiner Weise zum Museumsleben beigetragen haben.

Albert F. Camenzind

2021

Als erstes möchte ich dem Vorstand und den Helferinnen und Helfern des Museumsvereins Turbenthal, für die überaus gute Zusammenarbeit danken.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an unsere versierte Museumsfachfrau Anne Caroline Liechti.

Das Jahr begann mit der schwierigen Phase zur Planung der Öffnungstage. Können oder dürfen wir unser Museum öffnen – es war eine belastende Zeit für die Verantwortlichen.

Zur Freude aller konnten wir im April unsere Ausstellung zur Museumsentwicklung, und im oberen Teil des Stiefelhauses die Dauerausstellung eröffnen.

Die Besucher kamen in Scharen. 56 Interessierte wollten wissen, wie es weitergeht mit unserem Museumverein.

Leider durften wir die Besucher nicht bewirten.

Im Mai stellte Margerita Bosshard aus Wila ihre sehr schönen Quiltarbeiten aus. Dieses Mal mit Bewirtung für rund 50 Besucherinnen und Besucher.

Mitte Juni kam Hansruedi Meier aus Wila mit selbstgebauten Modelleisenbahnen zu uns. So konnten die Leute einiges erfahren über die Tösstalbahn. Als Ergänzung zeigte uns Christian Meier Archivbilder, welche wunderbar zur Austellung passten.

Im Juli hatten wir im Chiletreff die gemeinsame Ausstellung mit dem Ortsmuseum Wila. Der Titel lautete: Singen im Tösstal. Der Besucheraufmarsch war bescheiden, da Wila den gleichen Event über das Winterhalbjahr gezeigt hatte.

Im August zeigte Andre Gutzwiler Fotos aus seiner Sammlung mit einem sehr hohen Besucheraufmarsch. Eine Woche später sollte eigentlich der Flohmäärt sein, weil die Gemeinde den Schlossguetplatz für den Kreiselneubau in Anspruch nahm, konnten wir nur hintenanstehen.

Aus alten Sachen coole Gegenstände herzaubern, das war Mario Balmer sein Sinn für altes Ding. Zum Beispiel schöne Lampen. 40 Besucher wollten sich das im September nicht entgehen lassen.

Süess, süess wieni vermuetet ha, so die Aussage von Fritz Fuhrimann über den Süessmoscht frisch ab Presse. Diese Aussage kann im Internet unter der Rubrik: „Mosten wie vor hundert Jahren“ angesehen werden. Simon Grässle von Züri-Ost hat die Aufnahmen gemacht.

Als Ergänzung zur Mostete hat Familie Meier vom Biohof in Schalchen wissenswertes über den Hochstammanbau, die Pflege und die Verwertung des Obstes gezeigt. Dazu natürlich die prima Käseschnitten, zubereitet von Marlies.

Noch ein paar Infos:

  • Der Museumsverein hat ein neues Logo.
  • Marco De Luca übernimmt von Wolfgang Wahl die Vertretung in der Kulturkommission Turbenthal. Ich wünsche Marco an dieser Stelle gutes Gelingen.
  • Ein herzlicher Dank geht an Wolfgang. Er hat uns 8 Jahre lang in der Kommission vertreten. Leider ist Wolfgang nicht hier, ich werde ihm zu gegebener Zeit ein Geschenk überreichen.
  • Ende November wurde der Fahnenschrank aus Deutschland geliefert. Diesen zu platzieren war eine überaus anspruchsvolle Arbeit. Markus Küng hat mir tatkräftig geholfen. Es war ein Chrampf!
  • Persönlich bin ich glücklich, dass wir diese Anschaffung gemacht haben, können wir doch nun die Vereinsfahnen von den umliegenden Vereinen zu idealen Bedingungen perfekt lagern und bei Bedarf als Leihgaben angefordert werden. Jede Fahne wird vom jeweiligen Verein finanziert. Platz hat es für 20 Fahnen.
  • Vom Museumsverein waren 4 Vorstandsmitglieder im Schaulager des Schweizerischen Landesmuseums in Affoltern am Albis. Wir haben viel gesehen und gestaunt, wie viele Gegenstände das Landesmuseum archiviert. Mit vielen Tipps haben wir Einblick erhalten, wie professionell Altertum gelagert werden kann.
  • Ich darf behaupten, dass Anne Caroline in unserem Schaulager im Risi das ebenso genial macht. Die Bedingungen sind für unsere Bedürfnisse auch dementsprechend ideal.
  • Im Risi hat der Zivilschutz unter Leitung von Kommandant Reto Haltinner im Eingangsbereich von der Schulstrasse her, alle Schwellen entfernt. So können wir „ebenerdig“ ins Schaulager.
  • Danken möchte ich den Mitgliedern und Gönnern unseres Museumsvereins.
  • Der Gemeinde Turbenthal für das Gastrecht unserer Sitzungen im Gemeindehaus.
  • Dank guter Zusammenarbeit trotz hoher Präsenz sind wir auf gutem Wege.

Danke für die Aufmerksamkeit, Euer Präsident

2020

Menschen für unser Museum zu begeistern, das ist eines unserer Themen vom Museum Turbenthal, welches wir verfolgen.

Wer hätte an unserer Generalversammlung vom 13. Februar 2020 gedacht, dass so eine schwierige Zeit auf uns zukommen würde (Coronavirus). Keine Öffnungstage das ganze Jahr hindurch. Vorstandssitzungen unter strengsten Hygienemassnahmen: Ein ganz spezielles Jahr.

Schliessung wegen Corona-Pandemie

Aber trotzdem haben wir im Museum gearbeitet. Wie an der GV angekündigt haben wir unsere Deakzession in Angriff genommen. Alles wurde im oberen Stock des Stiefelhauses gesichtet. Wertvolle Gegenstände wurden ins GUP Risi gezügelt und dort bis zur endgültigen Zweckbestimmung zwischengelagert, um später den definitiven Platz im Schaulager einzunehmen.

Wir haben 5 Vorstandssitzungen durchführen können. An der Sitzung im Oktober durften wir den Gast Marco De Luca begrüssen.

An dieser Sitzung besprachen wir unter anderem die neue Namensgebung unseres Museums.

Marco kann sich vorstellen, sofern er von der Generalversammlung gewählt wird, die Charge Kommunikation und Publicrelations unseres Museums zu übernehmen.

An dieser Sitzung besprachen wir eine neue Namensgebung unseres Vereins und unseres Museums.

Die neugewählte Aktuarin, Katrin Böni, hat sich in unserem Verein sehr gut eingelebt, was uns viel Freude bereitet.

Mir ist es ein Bedürfnis, speziell Danke zu sagen an alle Vorstandskolleginnen und Kollegen Einschließlich unserer freien Mitarbeiterin Anne Caroline Liechti, zuständig für die Sichtung aller Gegenstände im Museum und endgültige Platzierung im Risi.

Ich erlebe eine sehr angenehme Zusammenarbeit in unserem Gremium.

Danken möchte ich ebenso all unseren Mitgliedern und Gönnern des Vereins. Der Gemeinde Turbenthal ein Danke für das Gastrecht unserer Sitzungen im Gemeinderatszimmer, ganz speziellen Dank für den Erlass des jährlichen Mietzinses von Fr. 6000.-- für das Jahr 2020.

Es ist aus meiner Sicht unglaublich viel geschehen im Museum im letzten Jahr. Ganz klar sieht man das im Stiefelhaus, mit dem neuen Aufgang ins Obergeschoss, welcher durch die Gemeinde realisiert wurde, infolge der sanften Renovation des Stiefelhauses. Für uns eine wertvolle Erleichterung der Transportwege.

Zuversichtlich schaue ich in das neue Vereinsjahr mit spannenden und wertvollen Begegnungen rund ums Museum.

Albert Camenzind
Präsident

2019

Zusammenfassung eines denkwürdigen Jahres:

Mitte März hatte die Kommission Schlossguet zu einer Sitzung eingeladen, den Vorsitz hatte die Liegenschaft-Vorständin Kathrin Fenner. Fritz Fuhrimann nahm als Kommissions-Mitglied daran teil. Nüchtern wurde mitgeteilt, dass das Projekt Schlossguet vom Gemeinderat verworfen wurde. Die Wohnung solle vermietet und Benutzung der Scheune für gewerbliche Zwecke möglich werden. Anlässlich der Vorstandssitzung vom 28. März 2019 überbrachte Fritz Fuhrimann diese Botschaft. Für mich brach eine Welt zusammen. Soviel Arbeit und soviele Sitzungen über alle die Jahre, ich war sehr enttäuscht. Anfangs April schrieben wir dann an den Gemeinderat, ob wir im Stiefelhaus eine definitive Bleibe erhalten können.

Das Thema liess Zeitungen wie der Tössthaler, Landboten und Zürcher Oberländer nicht los. Die Berichterstattung lag den Journalisten sehr am Herzen, sie wollten der Bevölkerung darüber Bericht erstatten, wie es weitergeht. Fritz Fuhrimann war und ist unsere Auskunftsperson mit sehr guten Visionen (er erhält als Dank ein Käseplättli).

Im April waren wir wieder in der Grosshalle (Unterstützung von Barbara Brunner) zuständig für die Bewirtung, als das Theater Kanton Zürich ein Gastspiel gab. Grossartig war im August der Sommerflohmarkt, bei idealem Wetter erzielten wir ein Rekordresultat an Einnahmen.

An der Juni-Sitzung nahm Anne Caroline Liechti teil. Sie hatte sich im Vorfeld gemeldet, sie könnte sich vorstellen, bei uns im Museum mitzuwirken.

Unsere Homepage lief mit einem nicht mehr ganz konformen Betriebssystem und wurde daher realtiv arbeitsintensiv auf das bekanntere System Wordpress übertragen.

Bei unseren monatlichen Öffnungstagen stach der Juni hervor. Um die 130 Personen kamen, um die Fotoausstellung von Michael Eggenberger zu sehen. Unser Mitglied Dora Maria Stalder lockte im Juli ebenfalls viele Besucher an und mit der Ausstellung über Olga Meyer im August hatten wir eine gut besuchte Eigenproduktion. Einmal mehr stiess auch unsere Mostete inkl. der Jasskartenausstellung auf viel Interesse Im September eröffneten wir die vorläufig letzte Wanderausstellung. Sie heisst „Gesund werden“ und zeigt die Entwicklung der medizinischen Versorgung im Tösstal auf. Die Zusammenarbeit mit Wila soll bestehen bleiben, denn es ist schön, so zusammenzuarbeiten!

Mitte Oktober wurde Fritz Fuhrimann telefonisch von Gemeinderätin Kathrin Fenner darüber informiert, dass wir im Stiefelhaus bleiben können. Was für ein Lichtblick! Am 24. Januar haben Renate Gutknecht und ich den Mietvertrag unterschrieben.

Um die Museumszukunft zu besprechen, traf sich der Vorstand zusammen mit Hans Thalmann und Anne Caroline Liechti zu einer Klausurtagung im Sternenberg. Geleitet wurde der Workshop durch Christian Meier.

Der Vorstandsausflug im November wurde abgesagt, weil unser Vorstandsmitglied Ernst Stahel direkt vor dem geplanten Termin an einem Herzinfarkt verstorben ist.

Mitte Dezember trafen wir uns mit Alfred Tanner aus Rüti im Stiefelhaus und Ris. Als externer Berater für Archivdienstleistungen konnte er uns wertvolle Tipps rund um unsere Gegenstände und Lokalitäten geben.

Albert Camenzind
Präsident

2018

Vor einem Jahr ist die Wanderausstellung „Sitte & Seelenheil“ ins Pflegezentrum Lindehus transportiert worden. Noch einmal begleitete die Szenografin Melanie Mock den Umzug. Nach Turbenthal wurde diese Wanderausstellung „Im Spiegel“ beendet und die Utensilien versorgt. Geblieben sind die von Melanie Mock ins Leben gerufenen und praktischen Ausstellungs-Ständer, die nun weiterverwendet werden können und Ausstellungen locker erscheinen lassen. Erinnern konnte man sich bei dieser Ausstellung auch an das Scheuermeierhaus, das vom Sigristen bis in die jüngste Vergangenheit bewohnt worden war.

Ein grosser Moment war der 7. April mit dem „Tag der offenen Scheune“. Zahlreich erschienen die Leute, darunter mehrere Kantonsräte, vorab aus dem Zürcher Oberland sowie Hausi Leutenegger. Gemeinderat Markus Küng informierte während des Tages mehrere Male über das Projekt und Kommissionsmitglieder führten die interessierten Leute herum. Zudem wurde ein passendes Logo gewählt. Verschiedene Vorschläge waren zuvor für einen Wettbewerb eingereicht worden. Das Logo würde – sollte das Stimmvolk dem ehrgeizigen Projekt dereinst zustimmen – von der Trägerschaft verwendet. Der Vorschlag von Jonas Bosshart, der nun seit einem Jahr die Vereins Homepage bewirtschaftet, erhielt am meisten Punkte, was natürlich eine grosse Freude ist für den Verein.

Wettbewerbsgewinner: das Logo für die Kulturscheune Schlossguet
Wettbewerbsgewinner: das Logo für die Kulturscheune Schlossguet, von Jonas Bosshart

Dann begann bereits die neue Saison im provisorischen Ortsmuseum. Zwei Frauen aus Wila, Michelle Baumgartner (Beton-Garage) und die Illustratorin Sandra Schuhmacher, sorgten für einen heiteren Start. Im Mai war es der Ornithologische Verein Rikon und Umgebung, der mit Kleintieren anwesend war. Die Art, wie Lijliana Bukvic im Juni ihre Bilder zum ersten Mal präsentierte, war sehr schön. Sie stellte sie mitten in die musealen Gegenstände, was herrliche farbige Akzente ergab.

Ein Highlight im Jahr war die Juli Ausstellung. Unser Mitglied, Ueli Vetter, hat viele alte Aufnahmen von noch vorhandenen Häusern. Er hat nachgeforscht, wo sie in Turbenthal stehen und hat den alten Bildern neue Fotografien gegenübergestellt. Ob den vielen BesucherInnen platzte das Museum aus allen Nähten. Einmal mehr wurde bewusst, wie schön es wäre, solche Ausstellungen in einer entsprechenden Umgebung zu präsentieren. Gut besucht war auch die Ausstellung im August, als der Verein an den Kunstmaler Willi Eberle (ꝉ) erinnerte. Seine Tochter Lilli Messmer wie auch die Schwiegertochter Ruth Eberle besuchten das provisorische Ortsmuseum.

Der erfolgreiche Flohmärt im August war nur möglich, weil viele Frauen und Männer aktiv mithalfen und Kuchen gebacken haben. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Stimmung war hervorragend, der Erlös am Ende ebenfalls.

Mit der Eröffnung der neuen Wanderausstellung „Gasthäuser & Gasthöfe in Turbenthal & Wila, einst und jetzt“ im September im Ortsmuseum Wila, beschritten die Organisatoren – Kulturkommission Turbenthal, der Verein für ein Ortsmuseum und die Ortsmuseumskommission Wila - Neuland. Denn die Ausstellung schaffte es in die Broschüre „Europäische Tage des Denkmals“. Es gab zudem eine Partnerschaft mit dem Gasthof Gyrenbad, wo die Kulturdetektivin Claudia Fischer-Karrer durch das historische Gebäude führte. Die Wanderausstellung ihrerseits führt prägnant vor Augen, wie sich die Situation um die regionalen Wirtschaften in den letzten Jahren stark verändert hat. Die Ausstellung ist aktuell im Pflegezentrum Lindehus, macht einen Zwischenhalt im Dachgeschoss des Sticki Kaffees, wo Elemente aus der Ausstellung den Film „Die göttliche Ordnung“ umrahmen. Abschluss ist „Im Spiegel“.

Der Vorstandsausflug im Oktober ging nach Eschlikon. Dort wurde die mechanische Werkstatt des Erfinders Ulrich Leutenegger besucht. Nach dessen Tod im Jahre 1932 war die die komplett erhaltene Werkstatt im Wiesental fast 80 Jahre in Vergessenheit geraten, der Historische Verein hat sie wieder zum Leben erweckt und macht Führungen. Den Abschluss machte an diesem Samstagnachmittag der gemütliche Zvierihalt im Mettlenhof Wallenwil.

Wie immer schloss die Ausstellungssaison mit der Moschtete. Mit Obst, von der Familie Stahel in Neubrunn gespendet, wurde frischer Saft gepresst. Der Vorgang wurde von vielen Menschen beobachtet. Tatjana Bieri stellte zum ersten Mal Objekte aus Schwemmholz und Aquarellbilder aus. Die sympathische Frau verhalf mit ihrer Präsentation dazu, dass der Nachmittag sehr gut besucht war.

Daneben hat sich der Vorstand zu sechs Sitzungen getroffen, verschiedene Anlässe besucht, an der Zukunft gearbeitet und im April zusammen mit Barbara Brunner anlässlich der Vorführung des Theaters Kanton Zürich gewinnbringend eine Cüplibar betrieben.

Albert Camenzind / Renate Gutknecht

2017

Das Jahr 2017 schlossen wir so ab, wie wir es begonnen hatte – mit einer Aufräumaktion. Im Frühjahr gilt es jeweils vor dem ersten Öffnungstag das prov. Ortsmuseum aufzuräumen. Nun haben wir im Dezember noch grosszügig in der Zivilschutzanlage GUP Risi um- und aufgeräumt. Sie soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Deshalb haben wir neue Räume zugeteilt bekommen und konnten diese nach Themen geordnet einräumen. Drei Tage waren wir dafür im Einsatz. Es hat Spass gemacht, wieder einmal kräftig zuzupacken.

Anfangs Jahr durften wir die Wanderausstellung «Helfen in der Not» im Adlergarten einrichten. Fast zeitgleich begannen die Vorbereitungen für die neue Wanderausstellung mit dem Titel «Sitte und Seelenheil». Sie fügte sich in das 500-Jahr-Jubiläum der reformierten Kirche Turbenthal ein. Die Kirche selber gab sich äusserst grosszügig und übernahm die Kosten für die junge Szenografin Melanie Mock. Sie brachte völlig neue Ideen für die Ausstellungsgestaltung, aktuell kann man diese Ausstellung im Lindehus besuchen. Die Kulturkommission, unser Verein und die Ortsmuseumskommission Wila sind froh darüber, dass die sehenswerte Ausstellung unkompliziert dort der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Ein grosser Brocken im 2017 war auch die Einrichtung des Privatbestandsarchivs im Gemeindehaus im Keller. Unser Verein war auch involviert. Der Student Andrey Burnashev hat in vielen Stunden das Material gesichtet, sortiert und archiviert. Viele Vereinspapiere sind nun zentriert aufbewahrt und auf Anfrage kann man im Archiv nach nützlichen Informationen suchen. Unser Mitglied Wolfgang Wahl hat den Studenten, der für sein Studium als angehender Archivar einen Praktikumsplatz brauchte und diesen dann in Turbenthal fand, fachlich begleitet. Wir danken Wolfgang sehr herzlich für den Einsatz. Andrey Burnashev wohnte in Seelmatten, weil der Weg täglich nach Buchs und zurück zu weit gewesen wäre. Die Kosten für seinen Einsatz plus die Wohnsituation übernahm vollumfänglich die Gemeinde. Die ganze Aktion wurde auch in den lokalen Medien mit Berichten erwähnt.

Das Kirchenjubiläum brachte mit sich, dass der Öffnungstag im Mai entfiel, dafür nahmen wir mit einem Stand am «Chilefäscht» teil. Dieses war am Muttertag, wir hatten am Samstag und Sonntag einen Stand, wo wir Hörnli mit Chäs und Öpfelmues verkauften. Das Geschäft lief gut und von den stolzen Einnahmen haben wir zu Gunsten der Kirche Fr. 400.00 gespendet. Der Beitrag ging hälftig an das Chinderhuus (ref. Kirche) und ein Indien-projekt (kath. Kirche). Renate Gutknecht nahm während des Jubiläumsjahres als Vertretung unseres Vereins an den OK Sitzungen teil.

Im April starteten wir grossartig ins neue Ausstellungsjahr. «Die Töfflibueben» aus dem Hinterthurgau kamen ins Museum. Es gab dazu einen Hinweis im Landboten. Jemand hatte den Anlass auf Facebook gepostet und so kamen Töfflibueben und -meitli vom Toggenburg nach Turbenthal. Im Juni war das Museum ebenfalls geschlossen, wir halfen am KTF in Rikon. Bei zahlreichen Einrichtungs- und Abräumaktionen waren Fritz Fuhrimann und Ernst Stahel sehr aktiv, der Rest des Vorstands kam am Fest selber zum Einsatz. Es hat auch Spass gemacht, für die Arbeitseinsätze gibt es auch Geld in die Vereinskasse.

Irene Minati und Daniela Fischer waren die Ausstellungsgäste im Juli, ihre unterschiedlichen Arten Bilder zu malen war spannend und ihre Werke kamen im Provisorium wirklich gut zur Geltung. Urs Amstadt, Frohsinn Wirt in Bauma, sammelt Teigwaren. Seine Ausstellung im August war speziell und ein guter Bekannter von ihm, der Nationalratspräsident 2017, Jürg Stahl, kam am Vormittag im Museum vorbei und hinterlegte einen Gruss samt Teigwaren für Amstad. Es war alles in allem ein kurzweiliger und gelungener Nachmittag.

Der Sommer-Flohmarkt war genauso, wie man ihn sich wünscht. Gutes Wetter, viele Besucher und ebenso viel Spass. Auch die Einnahmen sind wunderbar. Im Oktober weckte Jahresbericht des Präsidenten 2017 die traditionelle Moschtete das Interesse von vielen Leuten, andere Besucher kamen wegen der Weinflaschensammlung von Albert Büchi.

Im September war die Eröffnung der neuen Wanderausstellung. Sie trägt den Titel „Sitte und Seelenheil“ und geht der Frage nach, welche Aufgaben die Gotteshäuser einst zusammen mit Richtern, Vögten und Lehrmeistern hatten. Über die Kontrolle der äusseren Sitten sollte das innere Seelenheil gewonnen werden. Die sogenannten Stillständer urteilten oft nach einem Gottesdienst über Menschen. Davon erzählen noch heute die Stillstands-Protokolle, die man auch im Archiv den reformierten Kirchen in Wila und Turbenthal aufbewahrt. Der Historiker Wolfgang Wahl hat sich diesen Aufzeichnungen angenommen, Interessantes daraus und aus anderen Quellen zusammengefasst und auf Texttafeln festgehalten. Anhand dieser Texte, sowie Bildern und kirchlichen Gegenständen, die aus den beiden lokalen Ortsmuseen stammen, wurde die Vergangenheit gut sichtbar. Gemeindepräsident Georg Brunner eröffnete mit einer passenden Rede die Wanderausstellung. Zudem sprachen auch Erna Brüngger, Kirchgemeindepräsidentin, die Szenografin Melanie Mock und Wolfgang Wahl. Silvia Bosshard, Wila, las aus „Gesprenge Fesseln“ von Olga Meyer. Rund 100 Leute kamen zu diesem Anlass. Anschliessend wurde die Ausstellung nach Wila transportiert, wo sie bis im Januar im Ortsmuseum stationiert war.

Der Vorstand traf sich zu Besprechung der Aktivitäten fünf Mal. Daneben gingen der Präsident und Fritz Fuhrimann an diverse Treffen. Für den Vorstandsausflug hatten wir uns das Freilichttheater „Spinnen im Neuthal“ ausgewählt. Melanie Mock hat es zusammen mit einer Kollegin inszeniert. Leider regnete es während des ganzen Theaters in Strömen. Als Einstieg in den Abend genossen wir ein gutes Essen im Restaurant Bahnhof in Bauma.

Über das Projekt „Schlossguet“ erzählt Fritz Fuhrimann mehr. Im Jahr 2017 nahm es Fahrt auf – das liegt einerseits an Hans Thalmann, der zu einer Stütze für Fritz Fuhrimann wurde. Der Funke sprang zudem auf Gemeinderat Markus Küng über. Die Gemeinde sprach eine Geldsumme, damit die Kommission Schlossguet die nötigen Abklärungen treffen konnte und kann. Just, als das Projekt so weit war, dass es für die Abstimmung hätte vorbereitet werden können, erfuhren wir, dass die Bibliothek mehr Raumbedarf hat. Sie war schon vor Jahren die Traumpartnerin für uns. So warn wir spontan bereit für Abklärungen, ob die Bibliothek ins Schlossguet integriert werden könnte. Diese fanden statt, viele Menschen eilten dafür in den letzten Monaten von Sitzung zu Sitzung.

Dank des Präsidenten:

  • beim Vorstand für die gute Zusammenarbeit
  • der Gemeinde für die finanzielle Unterstützung und vielem anderen mehr
  • der Kulturkommission für die Zusammenarbeit bei den Wanderausstellungen
  • Wolfgang Wahl für die umfangreiche Arbeit für die Wanderausstellung
  • Renate für Zeitungsberichte und mehr
  • Fritz für den Einsatz betreffend Schlossguet
  • Gregor Blöchlinger für die Bewirtschaftung der Homepage
  • dem Tössthaler für die Berichterstattungen
  • den Mitgliedern für die Beitragszahlungen
  • den Sponsoren für die Unterstützung
  • Flohmarkt: Rainer für die Standeinteilung, allen Kuchenbäckerinnen, allen, die mithelfen
  • Sepp Bärlocher für die Beschriftung der Tafeln bei den Öffnungstagen
  • den Ausstellern für die Bereitschaft mitzumachen
  • Rainer für die Blumen und Marlies für die Bewirtung an den Öffnungstagen
  • Ernst für die tatkräftige Hilfe
  • Renate fürs kümmern betreffend Begrüssungstafeln
  • allen, die an den Öffnungstagen zu Besuch kommen oder am Flohmarkt sich umsehen

Schmidrüti, im Februar 2018 Albert Camenzind, Präsident